Mit diesen Zeilen beginne ich nun diesen Post. Und ja, es war nun einige Wochen still um meine Seite. Jaja...das Laster des Autors. Die Blockade. Aber heute kommen wir zu etwas, das mich schon seit einigen Tagen beschäftigt. Ein eher untypisches Thema, wenn man sieht, was ich sonst so fabriziere auf dieser Seite. Und vielleicht erscheint vielen das, was ich nun schreibe, als ziemlich übertrieben und nicht gerechtfertigt bei einem noch so unbeschriebenen Geist wie meinem. Allerdings...ist mir das egal. Ich schreibe, was mir auf der Seele liegt und solange ich nicht irgendwelchen Mist fabriziere, sollte man sich nicht einmischen. Und nun genug davon. Beginnen wir.
Was ist Liebe? Woher kommt sie und was ist der Sinn? Ich werde alles religiöse außen vor lassen, da ich nicht gläubig bin. Es geht mir um die Liebe von Mensch zu Mensch und die Liebe des Menschen zur Welt und seiner Seele.
Liebe ist ein Bedürfnis, welches gestillt werden muss. Jeder Mensch strebt danach, bewusst oder unbewusst. Sie kann zerstören und aufbauen. Tränen zeugen und Tränen trocknen. Real oder virtuell, zwischenmenschlich oder gegenstandsbezogen...wir alle lieben und wir alle nehmen unsere Liebe mit ins Grab. Selbst wenn das, was wir lieben, unseren Tod überdauert. Wir nehmen unsere Liebe mit, denn sie definiert uns. Ohne Liebe wären wir nicht wir, nicht menschlich. Ohne Liebe könnten wir uns nicht definieren, wären nicht am Leben. Denn die Liebe ist, in meinen Augen, einer der Sinne des Lebens. Ich definieren mehrere.
Der Sinn der Mitte.
Der Sinn des Herzens.
Der Sinn des Erlebens.
Ich werde die anderen ein anderes Mal definieren, heute geht es um den des Herzens.
Doch warum ist die Liebe so wichtig? Was macht sie für uns Menschen so unentbehrlich und warum rennen wir ihr hinterher wie Hunde einem Knochen? Wir folgen ihr bis ans Ende der Welt und springen über die Klippe, vielleicht sogar ohne zu wissen, warum. Ohne sie sind wir leer. Ohne Liebe gibt es keinen Hass. Ohne Liebe gibt es keine Einsamkeit. Ohne Liebe gibt es kein Leben. Und ohne sie gibt es keinen Geist und keine Seele. Sie gibt uns den Sinn im Leben, der unser Herz zum Schlagen bringt. Warum? Weil wir als Menschen keine Einzelgänger sind. Schon rein biologisch suchen wir nach Fortpflanzungspartnern und sind gemacht, um sesshaft zu werden. Philosophisch betrachtet suchen wir auf diesem Wege nach dem, was uns antreibt und motiviert. Was uns vollständig macht. Menschen, die Liebe erfahren, fühlen sich angekommen. Fühlen sich komplett. Und einige Menschen gehen auf der Suche verloren. Denn was wir uns klar machen müssen, ist, dass es keine Suche gibt. Es darf keine Suche geben. Wonach wir suchen, ist die Erkenntnis. Die Erkenntnis, dass Liebe nach uns sucht und nicht wir nach ihr. Dass sie Vollständigkeit und Wohlgefühl denen gibt, die sich ihr ergeben und nicht denen, die ihr hinterherjagen. Greifbar ist sie, durchaus. Aber nicht wie eine Katze der man hinterher rennt. Sie ist greifbar mit den Lippen, den Augen, dem Herzen und der Seele. Und wenn wir uns klar machen, dass es keine Suche gibt, sondern nur das Warten und das gefunden werden, dann können wir alle in Ruhe sterben. Mit der Liebe im Herzen bis zum letzten Atemzug. Ob wir nun die Liebe zu einem Menschen finden, zu einem Tier oder zu etwas, das wir uns immer gewünscht haben. Wir alle streben danach und sterben entweder auf dem Weg, weil wir uns vor der Erkenntnis verbergen oder wir sterben freudestrahlend in lieblich zweisamer Melancholie. Hand in Hand, selbst wenn wir unsere Liebsten überdauern. Für jeden Menschen gibt es einen Plan. Eine Vorhersehung, unser individuelles Schicksal. Und dieses sieht für jeden Menschen vor, zu lieben und geliebt zu werden. An jedem Ort, zu jeder Zeit, jeder Mensch mit jedem Menschen und vor allem sich selbst. Denn so wie wir alle am meisten an uns selbst glauben sollten, so sollten wir alle uns selbst am meisten für das lieben, was wir sind. Dass wir leben dürfen und dass wir im Leben die Chance haben, alles zu ändern. Und vor allem, dass wir die Chance haben, das Leben eines anderen Menschen zu ändern und zu komplettieren. Wer es am Ende wird, steht in den Sternen. In den Seelen unserer Ahnen, die dort oben über uns wachen. Sie kennen unser Schicksal und wenn wir uns die Zeit nehmen, zuzuhören und stehen zu bleiben, wenn auch nur für eine Sekunde, können uns diese Lichter den Weg leuchten. Doch dazu müssen wir erst einmal lieben lernen. Und verstehen, dass Liebe kein Wort ist und keine Definition trägt, sondern dass jeder Mensch eine eigene Definition von Liebe verkörpert und diese abrundet mit der passenden Hälfte zu seinen Versen im Buch des Lebens.
Es ist ein schwerer Weg, zu erkennen, dass die Liebe keiner Hetzjagd bedarf und dass eben jene Jagd Gift ist für den menschlichen Geist. Enttäuschungen und Rückschläge stehen in unseren Schicksalen geschrieben, eingemeißelt in unseren Herzen. Doch nur, wer sich nicht beirren lässt von den Schatten des Lebens, kann am Ende das Licht der Welt erblicken. Und seinen Sinn des Lebens erforschen, in einem anderen Menschen.
Puh...das war gehörig viel Text. Und wahrscheinlich ist das ein endloses Durcheinander, aber...es ist wahrlich nicht leicht, solche Gedanken zu ordnen. Sie verlieren den Sinn, wenn man versucht, sie in eine Ordnung zu bringen, die der eigenen Kopf nicht vorsieht. Also sei's drum. Ich hoffe, ich konnte wenigstens einige erreichen, denkt mal drüber nach. Das war's erstmal wieder.
-Maexwell-
P.S.: Bald kommt ein Post zur Leipziger Buchmesse mit vielen Fotos, auch zu dem Cosplay von mir und meiner Partnerin. Also dranbleiben!

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