Dienstag, 5. Mai 2015

Eddie Glukin's Tagebuch - Familiengeschichten

Sie wollen also, dass ich von meiner Mutter erzähle…gut, wie sie möchten. Wenn sie meine Familiengeschichte hören wollen, fange ich ganz vorne an. Mein Dad war ein Wichser. Ein Dreckschwein. Ich kam in unserem Keller zur Welt, weil mein Vater nicht wollte, dass jemand herausfindet, dass er meine große Schwester gefickt hatte. Ich habe Glück, dass er nur ihr Stiefvater war, sonst wäre ich wohl genauso geistig behindert zur Welt gekommen wie er. Dass sie mich erst kürzlich zur Welt gebracht hatte, hinderte ihn nicht daran, sie wieder zu ficken. Und mich zu schlagen, wenn ich nicht still war. Es brennt sich ein, selbst als Baby. Meine Mutter war liebevoll. Sie war eine tolle Frau. Sie hat unsere Wunden gesäubert und zu Bett gebracht, wenn unser Vater von Alkohol und Drogen eingeschlafen war. Dafür bekam sie auch Schläge. Aber sie packte er nicht mehr an. Der Bastard wollte junges Fleisch, deswegen schleppte er auch ständig junge Patientinnen an, die er einer „Privatbehandlung“ unterziehen musste. Er war Arzt in der Stadt. Niemand wusste über ihn Bescheid. Außer uns. Aber wir lebten mitten in der Pampa, er hatte das Auto und die Schlüssel. Mum unterrichtete uns Zuhause. Die Stunden ohne Vater waren wunderbar. Ich las Bücher über Kunst und Biologie, beides lässt sich so gut miteinander vergleichen. Wissen sie, wir alle kommen perfekt auf die Welt. Als Kunst, pure Kunst. Doch mit der Zeit verblassen unsere Farben, wir werden schmutzig und verlieren unseren Wert. Deswegen wollte ich den Menschen ihren Glanz zurückgeben, was ich später auch tat. Aber darum geht es jetzt nicht.

Quelle: Google
Eines Tages war er besoffener als sonst und hatte einen echt beschissenen Tag. Die typische Hollywood-Geschichte. Ich war zehn, als es passierte. Und meine Schwester fünfundzwanzig. Vielleicht war es eine Erlösung für sie. Auf jeden Fall habe ich sie lange dafür gehasst, dass sie vor mir verreckt ist.  Als Mum uns ins Bett brachte, kam er in unser Zimmer und schlug sie mit seiner 9mm nieder. Danach griff er mich und schleppte mich ins Wohnzimmer. Dort fesselte er mich an einen Stuhl und knebelte mich. Danach kam er mit meiner Schwester nach unten. Jenny…die arme, kleine Jenny. Ich habe sie nie als meine Mutter gesehen, wissen sie? Sie war meine Schwester, immer. Sie hatte lange, blonde Haare, wunderbare Locken…sie war immer Kunst geblieben. Oh Honey…sie wollte immer, dass ich sie Honey nenne, weil ich so ein hübscher Junge war und sie mal einen schönen Mann wollte. Sie hat mich geliebt, obwohl ich der Teufel war, der ihre Fotze rausgekrochen war. Ironisch…wir sind alle wahnsinnig, oder? Wir alle. Ohne Ausnahme. Und mein Vater hatte die größte Macke von allen. Mutter war bewusstlos und Jenny schwieg, sie kannte die Prozedur. Sie wollte nur, dass ich ruhig bleibe. Also riss er ihr die Klamotten vom Leib, ohrfeigte sie und begann, sie zu benutzen. Auf der Couch. Er grunzte freudig wie das fette Schwein, das er wirklich war und schwitzte. Der Raum füllte sich mit einem ekelhaften Geruch. Wie eine Leiche, die man in Essig gelegt hatte. Meine Schwester übergab sich auf der Couch und bekam dafür den Lauf der Pistole in den Arsch geschoben. Sie schrie laut auf, wild und wahnsinnig. Er lachte und drückte ihr Gesicht in die Kissen. Dieses Mal war er brutaler als sonst. Und ich musste noch nie zusehen. Blut tropfte auf Sofa und Boden, sie wimmerte noch eine Weile. Irgendwann schwieg sie dann nur noch und es war nur noch das Klatschen seiner harten Stöße zu hören. Als er fertig war, stand er nackt vor mir. Sperma tropfte von seinem Penis und hinter ihm kroch weinend meine Schwester auf dem Boden herum. Dann beugte er sich zu mir. „Weißt du, dass du ein erbärmlicher Bastard bist? Du wirst niemals ein Mann sein. Du wirst niemals geliebt werden und du wirst elendig verrecken. Außer du gehorchst mir und bist ein lieber Junge.“ Ich konnte nicht anders, als zu nicken. Seine gelben Zähne blitzten mich an, danach drehte er sich um, zog Jenny an ihren Haaren zu mir und hielt mir ihr geschundenes Gesicht vor meines. „Hab…keine Angst, Eddie…“, flüsterte sie mir entgegen. Dann drehte er ihren Kopf zu sich, hielt ihr den Lauf der Waffe an die Stirn und lachte. Ich nahm alles wie durch Watte wahr, als wäre ich in einem Glaskasten gefangen. Schalldicht im Dunkeln. Selbst der Knall seiner Waffe war fast lautlos für mich. Danach drang ein lautes Piepen in meine Gedanken ein und erstmals meldete sich meine innere Stimme. Der metallische Geruch von Blut stieg mir in die Nase. Blut und Hirn bedeckten mein Gesicht und die halbe Wand neben mir. Ich hörte nur noch meine Mutter kreischen, danach schlief ich ein.

Quelle: Google
Verzeihen sie, aber die Zeit danach ist schwammig. Die Jahre, die folgten sind wie weggefegt. Mum hat die Leiche begraben und Vater begann, mich mit zur Arbeit zu nehmen. Er zeigte er mir, wie man ein Schwein sauber zerlegte und häutete, danach arbeitete ich in seiner Praxis. Ich durfte sogar die Schule besuchen und Mutter nahm mich Sonntags mit in die Kirche, um für unsere Zukunft zu beten. Vater war wie ausgetauscht. Er schlug mich nur noch selten, allerdings fesselte er mich ab und an im Keller, um mit mir zu reden. Was er mir sagte, weiß ich heute nicht mehr. Vielleicht ist das auch besser so. In der Schule erzählte ich nie etwas und ich strengte mich an, um meine Mutter stolz zu machen. Ich liebte Mum, sie war großartig. Sie lernte mit mir zuhause, selbst als ich schon siebzehn war. Und so gewann ich die Kontrolle über meinen Kopf und mein Leben zurück. Ich wusste, dass ich mich nicht länger verstecken muss. Und so beging ich den Fehler meines Lebens.

Auf meiner Schule gab es diesen Trend. Es gab dort einige Mädchen und Jungs mit gepiercten Lippen. Ich fand das wunderbar, es war wie der letzte Strich auf einer großen Leinwand. Die Perfektion eines perfekten Gemäldes. Und ich wollte genauso sein. Ich weiß nicht, wie man das heute macht, aber sie haben es hinter dem Schulgebäude gemacht mit heißen Nadeln. Es war nicht schmerzhaft. Ich kannte weitaus schlimmeren Schmerz. Im Gegenteil, es war befreiend. Aber ich vergaß dabei eine Sache: Meinen Vater. Und es blieb nicht unbestraft. Ich war nachlässig gewesen und hatte vergessen, mit welchem Teufel ich unter einem Dach wohnte. Ich war ein Mal glücklich und das war mein Fehler. Ohne Worte schlug er mich zuhause bewusstlos und legte mir eine Kette um den Hals. Dann begann er, mich zu foltern. Er schlug mich mit seinem Gürtel. Aber nicht mit dem Leder, sondern mit der Schnalle. Er hielt mir immer wieder die Waffe an den Kopf, bis ich zu heulen begann und mir einpisste. Ich war fast zwei Wochen dort unten. Alles, was ich zu trinken bekam, war seine Pisse. Aber sie schmeckte irgendwann wie frische Milch. Wie ein Regentropfen in der Wüste. Er peitschte mich mit einer Kette aus, schnitt mich oder schlug einfach auf mich ein. Ich dachte, das wäre schlimm gewesen, aber ich wusste nicht, was meine Mutter durchmachte und vor allem nicht, was mich erwartete. Er platzierte eine Kamera auf dem Tisch vor mir. Nach zwei Wochen in diesem Keller, ohne Schlaf und ohne Essen, begann ich, meiner Schwester die Hölle zu wünschen, dafür, dass sie einfach verreckt war. Dafür, dass sie mich allein gelassen hatte. Nach zwei Wochen kam er zu mir, legte eine Zange, ein Messer und die Waffe auf den Tisch. Dann grinste er mich an. „Wenn du die Dinger raus machst, ficke ich deine Mutter zu Tode und dann dich. Ich werde dir alles reinschieben, was wir im Haus haben und dann zünde ich dich an. Du hast nun die Wahl. Sei endlich ein Mann. Entweder, du reißt sie dir raus oder du kannst dir gleich die Kehle aufschlitzen oder dir die Kugel geben.“ Danach ging er.



Als erstes nahm ich mir das Messer und hielt es mir Stundenlang schreiend an die Kehle. Irgendwann ging mir die Luft aus und ich wurde bewusstlos. Es fiel mir aus der Hand und war dann außer Reichweite.


Als ich mir die Waffe nahm, war ich mir sicher, dass ich es tun würde. In einem letzten Versuch des Widerstandes riss ich an der Kette, während ich mir die Waffe an die Schläfe hielt. Als ich abdrückte, merkte ich, dass sie nicht geladen war. Dieser Bastard…dieser dumme, fette Bastard…


Irgendwann sprach dann meine innere Stimme zu mir. Was sollte mir wichtiger sein? Mein Leben oder das Metall? Wie ihm Wahn stand ich auf und nahm die Zange. Es war schwer und ich wusste, dass ich verbluten könnte. Es ging mir nicht mal mehr darum, mich zu retten. Es ging darum, meine Mum zu retten. Und so zog ich und schrie und schiss mir ein vor Schmerz. Irgendwann stand ich grinsend und blutverschmiert vor der Kamera, schaltete sie aus und setzte mich.


Mein Vater kam kurz darauf nach unten und machte mich los. Er sagte kein Wort und sah an mir vorbei. Oben angekommen lag meine Mutter in ihrem Bett. Sie atmete, war aber kaum noch lebendig. Überall war Blut zwischen ihren Beinen und es roch nach Urin und Exkrement. Als mich das Dreckschwein anfasste, stach ich ihm das Messer in den Wanst. Er hatte nicht bedacht, dass ich es mitgenommen haben könnte, nachdem ich die Kamera ausgeschaltet hatte. Ich schlitzte ihm seinen fetten Wanst auf und riss ihm das Herz heraus. Ich genoss das Gefühl von Blut auf meiner Haut und die Wärme seines noch nicht ganz toten Herzens. Danach gab ich meiner Mutter einen Kuss auf die Stirn, bedankte mich für ihre jahrelange Liebe und schnitt ihr die Kehle auf, um sie zu erlösen.
Ich wusch mich, zog mich um, nähte mir die Unterlippe und stieg ins Auto. Ich fuhr weg, weit weg und wurde das, was ich heute bin. Künstler. Ich bin Künstler. Ich mische Biologie mit Kunst. Und ich habe meine Perfektion bereits gefunden. Lizzy. Und auch sie werden Kunst, Doktor. Warten sie nur ab…ich habe mehr von meinem Vater, als sie denken. Das Haus ist noch da, die Leichen wahrscheinlich auch. Wer weiß...vielleicht finden sie dort, was sie suchen. Damit ist die Sitzung beendet, Doktor.

Quelle: Google


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Ich bedanke mich wie immer herzlichst bei meiner wundervollen Partnerin Zuchi für ihre genialen Bildbearbeitungen. Geschossen wurden sie von mir.
Hier ihre Seite, ihr solltet euch echt ihre Fotografien ansehen: zuchis-space.blogspot.com
Es steckt viel Arbeit in diesem Post und ich hoffe, dass er euch gefällt. Ich freue mich sehr über Feedback!
Außerdem geht heute ein Shoutout an diese Seite: https://nachtschatten33.wordpress.com/
Wenn ihr euch für Poesie interessiert, dann schaut da mal vorbei! Sie schreibt total gute Texte und hat einen Besuch wirklich verdient! 

Bis dann.
- Maexwell -


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