Matrix –
Eine kurze Zusammenfassung eines langen Films für eine Lehrerin, die
anscheinend komplett den Verstand verloren hat.
Ich werde mich in dieser
Zusammenfassung nur mit dem Inhalt des Filmes auseinandersetzen. Die religiösen
und philosophischen Aspekte werde ich gesondert bearbeiten, allerdings mit
Bezug auf den Film, wäre ja sonst sinnlos.
Wir befinden uns anscheinend im
Jahr 1999. Wir verfolgen ein Gespräch zwischen zwei uns noch Unbekannten, auf
dem Bildschirm flimmern Codes auf und ab. Es geht darum, dass eine Frau
anscheinend jemanden beobachtet, der Mann wirft eine Spitze. Beunruhigt wird
gefragt, ob die Leitung denn sicher sei. Man sagt ja, allerdings ist dies ein
Irrtum, das Signal wurde schon lange aufgefangen und zurückverfolgt.
Wir schwenken nun auf das Äußere
eines alten Gebäudes, es haben sich mehrere Polizisten und mehrere Männer in
Schwarz gesammelt. Es wird geredet, eine Frau soll sich in diesem Gebäude
aufhalten, scheinbar von besonderer Wichtigkeit. Die Polizeitstaffeln, die oben
sind, sollen angeblich schon tot sein. Leitungen wurden gekappt, was das
bedeutet wird später noch erklärt.
Weiterer Umschwenk. Die
Protagonistin Trinity sitzt an einem Telefon, weiß bereits Bescheid, dass man
vor der Tür auf sie wartet. Diese wird nun aufgebrochen und scheinbar
übermenschlich stark tötet sie mit bloßen Händen drei Polizisten. Nun beginnt
eine Verfolgungsjagd über die Dächer. Und wiedermal, scheinbar übermenschlich, brechen
Trinity und der Mann in Schwarz die Gesetze der Physik durch unwahrscheinlich
weite Sprünge von Dach zu Dach.
Als sich Trinity in Sicherheit
wiegt, entdeckt sie ihren „Ausgang“, ein Münztelefon. Doch der Mann in schwarz
wartet bereits mit einem Müllwagen auf sie, rast auf die Telefonzelle zu und
Trinity entkommt in letzter Sekunde.
Umschwenk auf einen Bildschirm,
scheinbar sucht hier jemand mit einem automatisierten Programm nach
Informationen, allerdings sind die Bilder und Informationen eher kryptisch und
ergeben durch den fehlenden Zusammenhang keinen Sinn. Noch nicht.
Plötzlich wird der Bildschirm
schwarz. „Wach auf, Neo. Die Matrix hat dich gefunden. Folge dem weißen
Kaninchen.“ Die Einführung für unseren Protagonisten, Helden, den Auserwählten
Neo. Tagsüber arbeitet er für eine große Softwarefirma, ist eher unscheinbar
und ist ein Mensch wie jeder andere. Nachts allerdings verdient er sich sein
Geld, indem er hackt und Informationen, Programme und Daten für dubiose Kunden
besorgt. Die Botschaften auf seinem PC sind für ihn mehr als ungewöhnlich.
Plötzlich wird er aus seinen Gedanken gerissen, es klopft an der Tür. Ein
solcher Kunde wartet dort nun auf eine Diskette, welche scheinbar seine Rettung
darstellen soll. Die beiden kennen sich, und so wird Neo, oder hier noch Thomas
A. Anderson zu einer Fahrt in einen Club eingeladen. Er lehnt ab, bis er das
Tattoo auf der Schulter einer der Frauen entdeckt: Ein weißes Kaninchen. Eine
Metapher für Neo’s Eintritt in den Kaninchenbau. Denn er hat ja keine Ahnung,
was dort auf ihn wartet. Er folgt also dem weißen Kaninchen in den düsteren
Gothic-Club.
Abseits der Gruppe zeigt er sein
normales Verhalten: Abgeschottet von allen fühlt er sich unter Menschen eher
unwohl. Wie aus dem Nichts erscheint eine Frau in einem schwarzen Lederkleid.
Die Frau, die in der ersten Szene knapp dem Tod entkommen ist: Trinity.
Sie weiß über ihn Bescheid und
verblüfft ihn mit ihren Worten über den Mann, den Neo scheinbar schon lange
sucht: Morpheus und seine Informationen über die „Matrix“. Doch was ist die
Matrix? Wer ist Morpheus und was hat er mit diesem Durchschnittsmenschen und
der Frau im schwarzen Kleid zu tun? Nun…das erfahren wir bald.
Erst zwei, drei Szenen auseinander
genommen…bloß gut, dass später genug Action kommt, die wir guten Gewissens
überspringen können.
Ein Wecker klingelt und Neo hat
scheinbar verschlafen – Nicht das erste Mal. Umschwenk auf das Büro seines
Chefs, der ihn zurechtweist. Doch mit den Gedanken komplett abwesend antwortet
Neo nur mit Ja und Amen. Zurück an seinem Arbeitsplatz kommt kurz darauf ein
Päckchen für Neo an. Ohne zu wissen, was ihn erwartet, öffnet er dieses und
entdeckt ein Handy, welches auch sofort zu Klingeln beginnt. Es ist Morpheus,
der Neo helfen will, denn nicht nur Morpheus hat nach ihm gesucht, sondern auch
die dubiosen Männer in Schwarz. Ohne Neo überhaupt sehen zu können, gibt er ihm
Anweisungen, wie er aus dieser misslichen Lage entkommen kann. Und nun steht
Neo vor einer Entscheidung. Entweder todesmutig auf ein Gerüst klettern,
hunderte Meter über dem Asphalt, oder sich festnehmen lassen. Und wie man sich
denken kann wird er natürlich verhaftet.
Unten hat Trinity auf ihn
gewartet, allerdings war das Ergebnis nicht das erwünschte.
Nächste Szene. Neo in einem
Verhörzimmer. Drei Männer in Schwarz stehen um ihn herum, und scheinbar wissen
sie über sein Doppelleben Bescheid. Er bekommt ein Angebot: Gegen Informationen
zu Morpheus erhält Neo quasi eine weiße Weste, welche er allerdings ablehnt.
Und nun zeigen diese Männer ihre Macht. Ohne, dass Neo etwas dagegen tun kann,
wird er „mundtot“ gemacht und bekommt eine Wanze in den Bauch eingesetzt.
Erschrocken wacht er in seinem Bett auf. War das alles nur ein Traum?
Nein, sicherlich nicht. Kurz
darauf bekommt er von Trinity einen Anruf, wird nach draußen gebeten und sitzt
nun in einem Auto. Wird mit einer Waffe bedroht, von einer weiteren unbekannten
Person. Nun hat er die Wahl: Gehen oder bleiben? Sein Wissensdurst bewegt ihn
im Endeffekt dazu, in dem Auto zu bleiben, wo man ihm auch direkt mit einer
sehr futuristischen Maschine schmerzhaft die Wanze entfernt. Und nun…geht es zu
Morpheus. Unser dritter Protagonist.
Dort angekommen, wird er noch von
Trinity darauf hingewiesen, unbedingt ehrlich zu Morpheus zu sein, da dieser anscheinend
mehr weiß, als Neo sich vorstellen kann. Und da ist er: Morpheus, der scheinbar
schon sehnsüchtig auf die Ankunft von Neo gewartet hat. Neo spricht ihm bei
einem warmen Händedruck sein Ehrgefühl gegenüber Morpheus aus, während Morpheus
mit Nachdruck dasselbe gegenüber Neo tut. Neo setzt sich, vor ihm ein Tisch mit
einem Glas Wasser. Und nun fängt Morpheus an, zu reden. „Du fühlst dich im
Moment sicher wie Alice im Wunderland, während sie in den Kaninchenbau stürzt.
(…) Du siehst aus, wie ein Mensch, der das, was er sieht, hinnimmt, weil er
damit rechnet, dass er wieder aufwacht. Ironischerweise ist das nahe an der
Wahrheit. Glaubst du an das Schicksal, Neo?“ Nun erläutert Neo, dass er nicht
an das Schicksal glaubt, weil ihm der Gedanken missfällt, sein Leben nicht
unter Kontrolle zu haben. Morpheus erwidert, dass er genau weiß, was Neo meint.
„Ich will dir erklären, warum du hier bist. Du bist hier, weil du etwas weißt.
Etwas, das du nicht erklären kannst. Aber du fühlst es. Du fühlst es schon dein
ganzes Leben lang, dass mit der Welt etwas nicht stimmt. Du weißt nicht was,
aber es ist da. Wie ein Splitter in deinem Kopf, der dich verrückt macht.
Dieses Gefühl hat dich zu mir geführt. Weißt du, wovon ich spreche?“ Und Neo
erkennt blitzschnell, wovon Morpheus redet – Die Matrix. „Möchtest du wissen,
was sie ist?“
Und nun zur Erklärung, was genau
die Matrix ist. Wie Morpheus schon sagte: Sie ist allgegenwärtig. Sie umgibt
uns, in diesem Raum. Sie ist die Luft, die wir Atmen und das Essen, das wir zu
uns nehmen. Wir sehen sie, wenn wir aus
dem Fenster sehen und wenn wir den Fernseher einschalten. Man spürt sie, wohin
man auch geht. DOCH die Matrix ist eine Scheinwelt, die man uns vorgaukelt, um
uns in Zaum zu halten und von der Wahrheit abzulenken. DIE MATRIX IST NICHT
REAL. Alle Menschen sind Sklaven, und die Matrix wurde geschaffen, um sie vor
dieser Wahrheit abzuschotten. Alle Menschen werden in die Sklaverei geboren und
die Matrix ist ein Gefängnis, welches man
weder sehen, spüren oder riechen kann. Ein Gefängnis für den Verstand. Was sie
noch ist, und warum sie existiert, erkläre ich später.
Morpheus sagt, dass niemand genau
erklären kann, was sie ist und dass jeder sie selbst erleben muss. Und nun
stellt Morpheus Neo vor die große Wahl.
Die blaue Kapsel, das Sinnbild für
Angst. Die Angst vor der Realität, das Ausweichen vor der Wahrheit. Das
Konstante, man will sein Leben nicht ändern und man möchte dort bleiben, wo man
ist. Man will sein Leben, seinen Alltag, seine Routine behalten und verzichtet
damit darauf, die Augen für die Wahrheit zu öffnen.
Die rote Kapsel, das Sinnbild für
Flucht. Das Erkennen und Verstehen, der Ausbruch aus der Scheinwelt und die
Wiedergeburt in der realen Welt. Das Erkennen der Wahrheit und das Ablegen des
Scheinlebens in der Scheinwelt und der Weg der Erkenntnis.
Neo entscheidet sich für die rote
Kapsel. Diese dient hier als so etwas wie ein GPS-Sender. Um die Position von
Neo’s Geist in der Matrix zu finden. Neo wird in einen Raum geführt voller
Computer und Maschinen, auch neue Gesichter sind in diesem Raum zu entdecken.
Neo muss sich nun setzen, sein
Ausbruch aus der Matrix beginnt. Neben ihm steht ein zerbrochener Spiegel,
welcher sich vor seinen Augen scheinbar selbst repariert. Als er ihn berührt,
wird sein Körper selbst zu einem Spiegel. Das ist nötig, um aus der Matrix
auszubrechen. Später funktioniert das mit einem Telefon. Warum am Anfang die
Prozedur mit dem Spiegel nötig ist, wurde nie erklärt. Auch ist rätselhaft,
weshalb die umstehenden Personen kein Interesse daran zeigen, dass der Spiegel
sich von selbst repariert. Ich vermute, dass es damit zusammen hängt, dass ein
Spiegel nur einen realen Raum widerspiegeln kann und daher muss Neo selbst zum
Spiegel werden, um in die reale Welt gelangen zu können.
Neo’s Geist ist nun wieder mit
seinem Körper in der realen Welt verbunden. Und er wacht auch sofort auf, in
einem kompletten Horrorszenario. Überall um ihn herum sind andere Kapseln mit
menschlichen Körpern, er ist am ganzen Körper verdrahtet. Das ist nötig, um seinen
Körper komplett von der realen Welt abzukapseln und ihn somit bewegungsunfähig
zu machen. Später wird für den Eintritt in die Matrix nur noch der Anschluss am
Hinterkopf benötigt. Eine Maschine erscheint, welche ihn von den gigantischen
Kabeln abtrennt. Menschen, die wieder „frei“ sind, sind für die Maschinen
nutzlos, das erkläre ich aber später. Neo wird also wie Abfall herunterspült,
wird aber in der Kanalisation schon erwartet – Vom realen Morpheus und seiner
Crew auf seinem Schiff, ein Hovercraft. Die Nebuchadnezzar. Dieses und weitere
Schiffe gehören den Rebellen, den Überlebenden. Von diesen Schiffen aus klinken
sie sich auch in die Matrix ein. Hier beginnt nun für ihn eine Prozedur, die
dafür sorgen soll, dass er seinen Körper überhaupt benutzen kann. Seine Muskeln
werden mithilfe von Akkupunktur neu aufgebaut. Er fragt, warum seine Augen so
wehtun, worauf Morpheus erwidert, dass er sie noch nie benutzt hat. Er hat sein
ganzes Leben in dieser Kapsel verbracht, seine Augen benutzt er nun zum ersten
Mal.
Kurz bevor Neo bereit ist, mehr zu
lernen, erklärt Morpheus ihm, dass sie sich nicht im Jahr 1999 befinden,
sondern ungefähr im Jahr 2199. Also 200 Jahre in der Zukunft.
Als er dann bereit ist, selbst zu
gehen und zu stehen, wird ihm die Crew vorgestellt. Cypher, Dozer, Tank, Mouse,
Trinity, Apok und Switch.
Nach dieser Einführung beginnt der
zweite Teil der Erklärung, was genau die Matrix ist und wozu sie da ist.
Neo und Morpheus werden an die
Matrix angeschlossen, allerdings nur an „Das Konstrukt“. Ein Ladeprogramm, in
dem sie alles laden können, von Waffen bis Fahrzeugen und ganzen Städten.
Was wir hier von Neo sehen ist das
sogenannte Restselbstbild. Die letzten Erinnerungen des Geistes an die Form,
die wir in der Matrix angenommen haben. Er hat wieder Haare, trägt seine
typischen Klamotten. Die mentale
Projektion des digitalen Selbst. Nun fragt Neo, ob das alles nicht wirklich
ist. Nun erläutert Morpheus: „Was ist die Wirklichkeit? Wie definiert man das, Realität?
Wenn Du darunter verstehst was Du fühlst, was Du riechen, schmecken oder sehen
kannst, ist die Wirklichkeit nichts weiter als elektrische Signale
interpretiert von Deinem Verstand.“ Und genau das passiert in der Matrix.
Unserem Hirn wird durch elektrische Signale etwas vorgemacht. Unser digitales
Selbst denkt, etwas zu schmecken oder zu sehen, aber das ist alles nicht real.
Alles nur elektrische Signale, von unserem Gehirn interpretiert und an den
Geist weitergeleitet.
Nun sitzen beide vor einem
Fernseher. Morpheus erklärt, dass die Welt, die Neo kennt, also die am Ende des
20. Jahrhunderts, nicht mehr existiert, sondern nur noch als Simulation
existiert: Die Matrix. Bisher hat Neo in einer Traumwelt gelebt.
Und nun…das Bild der Welt in der
Realität. Trist. Grau. Quasi zerstört. Finster. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts
haben die Menschen die KI entdeckt, die künstliche Intelligenz, was eine neue
Generation der Maschinen hervorbrachte. Allerdings barg das auch Konsequenzen,
denn kein intelligentes Wesen lässt sich ohne Widerstand benutzen. Und so haben
die Maschinen den Krieg gegen die Menschheit erklärt. In purer Verzweiflung
haben die Menschen den Himmel verdunkelt, weil die Maschinen zu dieser Zeit
noch auf Solarenergie angewiesen waren. Doch die Maschinen waren zu
intelligent, zu mächtig. Und so wurde die Menschheit, wie wir sie heute kennen,
quasi ausgerottet. Nur wenige Überlebende haben es geschafft, sich in den
Untergrund zurück zu ziehen. Nun werden die Menschen von den Maschinen als
Energiequelle benutzt. Menschen werden nicht mehr geboren, sie werden
gezüchtet.
Auch Neo war ein Zuchtexemplar.
Tote werden verflüssigt und an die lebenden intravenös verfüttert. Felder
wurden angelegt, in denen die Menschen vom Säuglingsalter heran „aufwachsen“.
Und um sie in Zaum zu halten, quasi bewegungsunfähig zu machen, werden sie von
Geburt an mit der Matrix verbunden. Vom Leben bis zum Tod sind alle Menschen an
die Matrix angeschlossen und wissen nicht, dass dies nicht die Realität ist.
Dazu ist sie da. Um den Sklaven der Maschinen eine Scheinwelt zu simulieren und
sie in ihren Köpfen gefangen zu halten. Unter Kontrolle zu halten.
Neo kann das nicht glauben und
dreht durch. Er wird von der Matrix getrennt, muss sich übergeben und wird
bewusstlos.
Er liegt in seinem Zimmer, hinter
ihm sitzt Morpheus. Er fragt ihn, ob er wieder zurück kann, was Morpheus
verneint. Dann fragt er, ob er zurück wollen würde, wenn er könnte, lässt Neo
aber keine Zeit, zu antworten. Er entschuldigt sich bei Neo und erklärt, dass
es eigentlich die Regel gibt, dass keine Menschen über einem bestimmten Alter
befreit werden, da diese zu sehr an ihrem Leben in der Matrix hängen und es
ihnen damit schwerer fällt, loszulassen.
Dann erzählt er vom ersten Auserwählten. Er konnte die Matrix nach
seinen Wünschen gestalten und hat die ersten Menschen befreit. Und er hat den
Menschen offenbart, dass die Menschheit niemals frei sein kann, solange die
Matrix existiert. Nach seinem Tot hat das Orakel (Kommt später vor, mega
wichtig) prophezeit, dass er wiedergeboren werden würde und dass seine Rückkehr
die Zerstörung der Matrix einläuten würde. Er sollte den Krieg beenden und den
Menschen die Freiheit schenken. Und Morpheus‘ Aufgabe und auch die vieler
anderer war es, diesen neu geborenen Auserwählten zu finden. Und diesen scheint
er in Neo gefunden zu haben. Neo ist der Auserwählte. Derjenige, der die Matrix
vernichten und den Menschen ihre Freiheit und den Frieden zurückgeben wird.
Kurz darauf beginnt Neo’s Training
zusammen mit Tank. Tank ist der Operator auf der Nezzar und hat alle Computer
unter seiner Fuchtel. Er ist nicht aus der Matrix befreit worden, er und sein
Bruder Dozer sind in Zion geboren, der letzten Zuflucht der Menschen. Nahe am
Erdkern existiert diese Stadt. Dort, wo es noch warm ist. Alles läuft digital ab, über Disketten
bekommt er im Konstrukt alle möglichen Kampfsportarten, das Schiffshandbuch,
den Umgang mit Waffen und so weiter beigebracht. Er adaptiert rasant schnell
und arbeitet wie ein Tier stundenlang durchgängig.
Nun folgt ein Kampf gegen
Morpheus, in dem Neo erklärt bekommt, dass die Matrix zwar auf physikalischen
Gesetzen beruht, diese aber leicht gebrochen und umgangen werden können. Neo
verliert erst aufgrund der Tatsache, dass Morpheus schneller ist. Das liegt
nicht an seiner Erfahrung oder Körperkraft, sondern daran, dass er seinen Geist
bereits frei gemacht hat und somit den physikalischen Gegebenheiten trotzt.
Gegen Ende des Kampfes schafft dies auch Neo und bewegt sich rasant schnell,
was niemand erklären kann. Jedoch muss Neo lernen, seinen Geist komplett frei
zu machen von Angst und Zweifeln, er muss Glauben und sich selbst vertrauen.
Sie starten das „Sprungprogramm“, in welchem Neo lernen soll, mit seinem
befreiten Geist den Gesetzen der Physik zu trotzen und einen Sprung zwischen
zwei Wolkenkratzern zu vollführen. Da
Neo aber noch immer von Zweifeln geplagt wird, schafft er diesen Sprung nicht.
Nun wird aufgeklärt, was passiert, wenn man in der Matrix verletzt wird oder
stirbt. Die Matrix ist nicht real, aber aufgrund der Verbindung zwischen Körper
und Geist werden Verletzungen und Gefühle, die man in der Matrix hat, auf den
realen Körper übertragen. Das heißt, wenn man in der Matrix angeschossen wird,
spürt man den Schmerz und die Auswirkungen auf den Körper in der realen Welt.
Wer in der Matrix stirbt, ist auch in der realen Welt tot, da ein Körper nicht
ohne Geist leben kann.
In der nächsten Szene bringt
Trinity Neo Essen ans Bett, draußen vor der Tür wartet Cyfer, der sich später
als einer der beiden Antagonisten herausstellt. Er ist eifersüchtig, da er
Gefühle für Trinity hegt.
Nun folgt eine weitere
Schlüsselszene, in der Neo erklärt wird, was an der Matrix so gefährlich ist.
Die Matrix ist ein System.
Innerhalb dieses Systems sind alle Menschen einfach nur Menschen.
Geschäftsleute, Bänker, Obdachlose. Die mentalen Projektionen der Gefangenen in
der realen Welt. Bis zum Moment der Rettung sind die Menschen aber
nichtsdestotrotz Teil des Systems, das macht sie gefährlich. Viele von ihnen
sind noch nicht bereit, abgekoppelt zu werden. Sie sind so angepasst und
abhängig vom System, dass sie es mit allen Mitteln zu schützen versuchen
(Schöne Gesellschaftskritik). Nun läuft eine blonde Frau in Rot an Neo vorbei,
welcher er hinterher schaut. Morpheus spricht ihn an, und bittet ihn, sie sich
nochmal anzusehen. Nun steht dort einer der Männer in Schwarz. Das Bild wird
eingefroren, es ist nur eine Simulierte Szene, die Neo zeigen soll, wer die
Agenten sind. Sie sind jedermann und niemand. Sie können von jedem beliebigen
Menschen in der Matrix Besitz ergreifen und verschwinden so schnell, wie sie
aufgetaucht sind. Niemand kann sie besiegen, sie sind unglaublich schnell und
stark. Sie stellen die Schutzprogramme der Matrix dar. Und laut Morpheus soll
Neo in Besitz seiner Kräfte nicht nur genauso stark sein, sondern stärker,
schneller und besser. Und weil diese
Agenten jedermann sein können, sind alle Menschen, die noch nicht befreit
wurden, potentielle Agenten und somit eine Gefahr. Und plötzlich kommt ein
Anruf – Es ist Tank, der von einer Gefahr redet.
Die Rebellen bewegen sich in den
Abwasserkanälen fort. Ab und zu werden Maschinen nach dort unten geschickt, um
nach ebenjenen Rebellen zu suchen. Gegen die Maschinen sind die Menschen
genauso machtlos, wie gegen die Agenten. Sie schaffen es, der Maschine zu entkommen.
Darauf folgt ein kurzes Gespräch
zwischen Cypher und Neo, in dem Cypher ihm erklärt, dass man die Matrix in der
realen Welt nur codiert betrachten kann. Außerdem redet er davon, wie gerne er
wieder sein altes Leben zurück haben möchte. Merken wir uns das.
Nun sehen wir Cypher mit einem
Agenten (Agent Smith, der Hauptantagonist, ein fehlerhaftes Programm, welches
die Kontrolle über sich selbst und die Matrix übernehmen will, stellt sich
alles noch mehr in den anderen Filmen heraus.) in einem Restaurant bei
Verhandlungen. Cypher soll ihm Morpheus ausliefern, damit sie an die Codes für
den Zentralrechner von Zion kommen. Im Gegenzug dafür will Cypher sein Leben in
der Matrix zurück. Und somit stellt sich seine Rolle heraus: Cypher ist ein
Verräter.
Nach einem kurzen Dialog beim
Frühstück wird es überaus spannend für Neo: Sein erstes Treffen mit dem
sagenumwogenen Orakel.
In der Matrix angekommen, befiehlt
Morpheus Switch und Apok, zu warten. Auf dem Gang zum Auto lässt Cypher sein
Handy in einer Mülltonne liegen. Ein Signal für Smith und die Agenten.
Auf der Fahrt sieht Neo sein altes
Lieblingsrestaurant. Trinity schneidet kurz an, was das Orakel ihr gesagt hat,
doch spricht es nicht aus. Neo meint, er hätte so viele Erinnerungen und er
fragt sich, warum sie nicht real sind. Darauf meint Trinity, dass die Matrix
ihm nicht sagen kann, wer er ist. Er ist eine Anomalie, deswegen kann die
Matrix seinen Code nicht richtig verarbeiten.
Auf dem Weg zum Orakel, also im
Fahrstuhl, erklärt Morpheus, was das Orakel ihm einst sagte – Er wird den
Auserwählten finden.
Angekommen beim Orakel wird Neo
von einer Priesterin empfangen. Das Orakel bietet den Anomalien der Matrix
Schutz. Neo wird angewiesen, kurz zu warte und er beobachtet einen Jungen, der
Kraft seiner Gedanken einen Löffel verbiegt. Als Neo dasselbe versucht, sagt
der Junge: „Versuche nicht, den Löffel zu verbiegen. Das ist nämlich nicht
möglich. Versuch dir stattdessen einfach die Wahrheit vorzustellen.“ Neo:
„Welche Wahrheit?“ Der Junge: „ Den Löffel gibt es nicht. Dann wirst du sehen,
dass nicht der Löffel sich biegt, sondern du selbst.“
Das soll bedeuten, dass der Löffel
in der Matrix zwar real ist, aber in der physischen Welt nicht existiert. Wenn
man nun also den Löffel in der Realität, in der physischen Welt verbiegen will,
geht das nicht. Allerdings kann man seine eigene Wahrnehmung und sein eigenes
Bild der Realität ändern. In diesem Falle „die Welt durch Kinderaugen sehen.“
Und so verbiegt Neo den Löffel.
Nun wird er zum Orakel hinein
gebeten, eine weitere, unendlich wichtige Schlüsselszene.
Er tritt ein und sieht eine
farbige, ältere Frau, welche an einem Herd sitzt und Kekse backt. Sie bietet
ihm bewusst keinen Sitzplatz an, da er sich sowieso nicht setzen möchte und sie
das weiß. Außerdem sagt sie ihm, dass er sich keine Sorgen wegen der Vase
machen soll, welche er nur Sekunden später umwirft. Neo fragt, woher sie das
wusste, worauf sie entgegnet, dass für ihn die Frage quälender wird, ob er sie
auch umgeworfen hätte, wenn sie nichts gesagt hätte. Die sich selbst erfüllende
Prophezeiung könnte man sagen.
Nun deutet sie noch an, dass sie
nun verstehen kann, warum jemand (Trinity) ihn so toll findet.
Nun fragt sie ihn, ob er denkt,
dass er der Auserwählte ist. Er entgegnet damit, dass er es selbst nicht weiß.
Daraufhin verweist sie ihn auf den Spruch über ihrer Tür. „Erkenne dich
selbst.“ Das ist gleich, nach dem Gespräch mit dem Orakel, von äußerster
Wichtigkeit. Sie sagt ihm, dass auserwählt sein ist, wie verliebt zu sein. Man
kann es nur selbst spüren, niemand kann es einem sagen.
Nun begutachtet sie ihn von oben
bis unten. Und sagt, dass er nicht der Auserwählte ist. Dass er noch nicht
bereit ist, vielleicht erst in einem späteren Leben WAS ABER FALSCH IST WIE
SICH SPÄTER HERAUSSTELLT!!! Neo IST der Auserwählte (Spoiler). Daher ist der
Spruch so wichtig. Das Orakel KANN ihm gar nicht sagen, ob er es ist oder
nicht. Er muss es SELBST erkennen. Erst dann wird er der Auserwählte sein. Und
das stellt sie sogar selbst richtig, noch im nächsten Moment. Sie sagt ihm,
dass er gar nicht an das Geschwafel vom Schicksal glaubt und sein Leben selbst
in der Hand hat, dass er also sein Schicksal selbst bestimmt und es nach
Belieben ändern kann. DAS KONNTE NUR DER ERSTE AUSERWÄHLTE!!! Alles nach seinen
Wünschen ändern.
(PUH! Gott…dieser Film ist so
fucking spannend und ich versinke immer tiefer und tiefer in der Materie und
bemerke gerade, dass ich nach knappen 3800 Wörtern erst den halben Film fertig
habe. Gott…naja, weiter im Text.)
Sie prophezeit ihm noch etwas,
etwas sehr wichtiges. Nämlich, dass er eine Entscheidung treffen werden muss.
Nämlich, ob er Morpheus rettet, oder sich selbst. Mit diesen Worten und einem
Keks in der Hand geht Neo.
Morpheus erwartet ihn mit einem
Lächeln, sagt aber, dass das, was das Orakel Neo prophezeit hat, nur für ihn
bestimmt war und für niemanden sonst.
Umschwank auf Mouse, der die Frau
in Rot beobachtet. Wir sind bei dem Gebäude, von welchem aus unsere Reise zum
Orakel startete. Ein Handy klingelt, sie sind auf dem Weg. Cypher, Morpheus,
Trinity und Neo steigen aus und Cypher hat Mühe, sein verlogenes Grinsen für
sich zu behalten. Jedoch ahnt noch niemand, was passieren wird.
Sie betreten das Haus, und Neo
sieht eine schwarze Katze, die sich schüttelt. Kurz darauf sieht er dieselbe
Katze nochmal. Ein sehr schlechtes Omen. Alle machen sich kampfbereit und
entsichern ihre Waffen. Deja-Vu’s sind ein schlechtes Zeichen, denn sie
bedeuten, dass die Agenten etwas in der Matrix geändert haben. Und ja, das
haben sie und sie sind schon auf dem Weg zu unseren Helden. Cypher‘s Plan geht
auf.
Alle Ausgänge des Hauses wurden
verschlossen, alle Fenster zugemauert. Unter harter Gegenwehr wird Mouse von
einem Swat-Team erschossen. Die Leitung aus der Matrix? Gekappt, es gibt kein
Entkommen. Und nun zur Erläuterung der Telefone. Die Matrix ist so etwas wie
eine Simulation, sie läuft online ab. Und wie Telefone auch funktioniert das
Internet über Telefonstecker in den Wänden. Somit dienen ausgewählte Telefone,
meist mit Wählscheibe, als Ausgänge und Einstiege in die Matrix. Diese wurden
also nun gekappt – Shit happens. Verzweifelt ruft Morpheus Tank an, um nach
einem Ausgang zu fragen. Das Signal seines Handys wird sofort zurückverfolgt,
allerdings kann Tank ihm einen Ausgang geben, welcher sich aber dummerweise
außerhalb des Gebäudes. Auf der Flucht vor Smith und seinen Agenten verstecken
sie sich hinter einer Wand in einem der Bäder. Allerdings bekommt Cypher Staub
ins Gesicht, weswegen er niesen muss. Ein Soldat hört das und fängt an, wild
auf die Wand einzuschießen. Während er aber in Deckung geht, zeigen die Agenten
ihre Macht und übernehmen einfach die Körper des Soldaten. In diesem Fall ist
es Smith, der versucht, Neo durch die Wand zu greifen, aber Morpheus wehrt
diesen ab. Er weist Trinity an, Morpheus aus dem Gebäude zu schaffen und alle
rutschen nach unten in den Keller, wo sie schon von wartenden Swats begrüßt
werden. Eine Ballerei beginnt, alle entkommen. Nur von Cypher fehlt jede Spur.
Dieser hat sich bereits aus dem Staub gemacht und fragt nun Tank von einem
Münztelefon aus nach einem Ausgang.
Kurz darauf erreicht er diesen und
lässt sich aus der Matrix holen. Auch Trinity und die anderen erreichen nun den
Ausgang, währenddessen hat Cypher aber schon Tank und Dozer außer Gefecht
gesetzt. Nun tötet er Switch und Apok, indem er einfach den Anschluss im
Hinterkopf zieht. Er erklärt, dass er aus der realen Welt zurück in die Matrix
will und dass er Trinity liebt und spricht seinen Hass gegen Morpheus und Neo
aus. Jedoch hat Tank überlebt und kurz bevor Cypher den Stecker bei Neo zieht,
wird er von Tank getötet. Neo und Trinity kehren in die wirkliche Welt zurück
und es folgt ein…
Umschwenk. Wir sind wieder in der
Matrix, wo Morpheus von Smith und zwei anderen Agenten verhört werden soll. Er bekommt
ein Wahrheitsserum injiziert und soll den Agenten die Codes des Zentralrechners
von Zion geben, um die Menschen in der letzten verbliebenen Stadt endgültig
auszurotten. Denn ohne ihren Zentralrechner sind sie hilflos den Maschinen
ausgeliefert. Dieser wehrt sich jedoch mit aller Kraft. Smith spricht sich nun
über die Perfektion der Matrix aus und über die Unwissenheit der vielen
milliarden Menschen, die in ihr leben. Er spricht davon, dass die erste Matrix
zwar Perfektion pur war und alle Menschen glücklich hätten leben können, ohne
Kummer und Leid, diese aber zum Desaster wurde, da die Menschen das Programm
ablehnten, weil die Spezies Mensch sich durch Kummer und Leid definiert. Und er
spricht davon, dass die Agenten und die Maschinen der Höhepunkt der Evolution
wären, dass die Zeit der Menschen ihr Ende gefunden hätte.
Umschwenk auf Neo, Trinity und
Tank. Sie müssen sich einen Plan überlegen, wie sie Morpheus retten, denn
sobald Smith in sein Gehirn eingebrochen ist, müssen sie den Stecker ziehen um
Zion zu schützen. Ein Deja-Vu: Die Prophezeiung des Orakels. Kurzerhand
entscheidet sich Neo, Morpheus zu retten und Trinity schließt sich ihm an. Ab
ins Konstrukt, Waffen geladen und los geht’s. Die wohl beste Ballerszene aller
Zeiten.
Nächster Umschwenk, zurück zu
Morpheus und Smith. Und nun stellen sich seine wahren Motive heraus: Es fiel
mir auf als ich versuchte eure Spezies zu klassifizieren. Ihr seid im
eigentlichen Sinne keine richtigen Säugetiere! Jedwede Art von Säugern auf
diesen Planeten entwickelt instinktiv ein natürliches Gleichgewicht mit ihrer
Umgebung. Ihr Menschen aber tut dies nicht! Ihr zieht in ein bestimmtes Gebiet
und vermehrt euch, und vermehrt euch bis alle natürlichen Ressourcen erschöpft
sind. Und der einzige Weg zu überleben ist die Ausbreitung auf ein anderes
Gebiet. Es gibt noch einen Organismus auf diesen Planeten der genauso verfährt!
Wissen sie welcher? Das Virus! Der Mensch ist eine Krankheit, das Geschwür
dieses Planeten! Ihr seid wie die Pest! Und wir sind die Heilung."
Da das Wahrheitsserum nicht wirkt,
schickt Smith die anderen beiden Agenten raus, um selbst mit Morpheus zu reden.
„Können Sie mich hören, Morpheus?
Ich will ehrlich mit Ihnen sein. Die Wahrheit sagen. Ich hasse diesen Planeten!
Diesen Zoo, dieses Gefängnis! Diese Realität, wie man auch immer dazu sagen
mag, ich halte es nicht länger aus! Vor allem den Geruch, falls so was
existiert. Ich bin seiner sozusagen überdrüssig. Ich kann riechen, wie Sie
stinken, und jedes Mal wenn ich es rieche fürchte ich mich infiziert zu haben.
Es ist abstoßend, finden Sie nicht? Ich muss hier irgendwie raus, ich will
endlich frei sein, und in diesem Gehirn steckt der Code, mein Schlüssel. Sobald
Zion zerstört ist werde ich hier nicht mehr gebraucht, verstehen Sie? Ich brauche
die Codes, ich muss in den Rechner von Zion und Sie werden mir dabei helfen.
Wenn Sie sich weigern, ist dass ihr Ende.“
Smith will aus der Matrix
ausbrechen, er ist ein fehlerhaftes Programm und eine Versinnbildlichung der
Apokalypse, da er unaufhaltbar ist und frei denken und entscheiden kann. Er
will nicht gelöscht werden, denn sobald Zion weg ist, ist er unbrauchbar.
Ballerszene, Umschwenk.
Smith hat von dem Tumult im
Eingangsbereich nichts bemerkt, die anderen Agenten treten ein und entdecken verwundert
einen nicht verkabelten Smith, ohne Sonnenbrille. Dieser steht erschrocken auf,
sie erkennen, dass er scheinbar fehlerhaft ist und denken, er wolle Morpheus
helfen.
Big SloMo-Explosion. Umschwenk.
Prügelszene auf dem Dach. Ein
Agent übernimmt die Kontrolle über den Helipiloten und zeigt, dass er Kugeln
problemlos ausweichen kann, indem er einem ganzen M9-Magazin ausweicht, ohne
sich von der Stelle zu rühren. Nun entdeckt Neo einen Teil seiner Kräfte und
bewegt sich genauso schnell, als der Agent versucht, ihn zu erschießen.
Allerdings streifen ihn zwei Kugeln, was ihn dann zu Boden reißt. Kurz bevor
der Agent abdrücken kann, erschießt Trinity diesen.
Heli bestiegen, ab geht’s.
Ballerszene, Morpheus gerettet, Heli explodiert, Trinity gerettet, ab zum
Ausgang. Neo hat sein Schicksal geändert, er hat das aller geändert. Er ist der
Auserwählte. Was das Orakel ihm gesagt hat, war genau das, was er hören musste.
Denn es ist ein Unterschied, ob man den Weg nur kennt, oder ihn auch
beschreitet.
Trinity und Morpheus entkommen aus
der Matrix, allerdings muss sich Neo nun im Zweikampf gegen Smith beweisen.
Keine Kugeln, nur bloße Fäuste. Lange Zeit wirkt es, als wären sie sich
ebenwürdig, allerdings wird schnell klar, dass Smith nun mal ein Agent, und Neo
sich seiner Kräfte noch nicht bewusst ist. Jedoch gewinnt er die Oberhand, kurz
bevor sein Todesurteil gefällt wird und schafft sich so ein wenig Zeit, um zu
fliehen. Eine wilde Verfolgungsjagd durch die Straßen der Stadt beginnt, auf
dessen Weg sich Neo ein Handy besorgt, um Tank nach einem Ausgang zu fragen.
Gesagt, getan und Neo begibt sich auf den Weg, mit drei Agenten im Nacken. Am
Telefon angekommen, muss er aber feststellen, dass Smith ihm zuvor gekommen
ist. Währenddessen wird die Nebuchadnezzar von Maschinen angegriffen. Neo
bleibt keine Zeit, denn nur ein alles Elektronische zerstörende EMP kann die
Helden noch retten. Jedoch würde dies vor Neo’s Flucht aus der Matrix seinen
Tod bedeuten.
Also, zurück zu Neo, der nun
gewaltig Kugeln schluckt. Es scheint, als sei er verloren. Erschossen von
Smith, bis Trinity ihm ins Ohr flüstert, dass er gar nicht tot sein kann, da
das Orakel ihr prophezeit hat, dass sie sich eines Tages in den Auserwählten
verlieben wird. Und somit gesteht sie ihm seine Liebe. Neo erwacht wieder zum
Leben, und ist nun im Vollbesitz seiner Kräfte. Wie das Orakel gesagt hat: Er
hat wahrscheinlich nur auf sein nächstes Leben gewartet. Und so hält er, nur
mit der Kraft seiner Gedanken, die Kugeln der Agenten auf und besiegt Smith mit
nur einem Arm. Er kann nun ihre Codierung sehen und ist somit in der Lage, die
Agenten zu zerstören. Er springt direkt in Smith’s Körper und zerstört ihn
somit von innen heraus, die anderen Agenten fliehen. Neo wird aus der Matrix
geholt, das EMP wird gezündet, der Tag ist gerettet.
Kurz vorm Abspann erfolgt eine
Kriegserklärung von Neo an die Matrix und Smith, denn dieser existiert
weiterhin. Abspann. Ende. 10 Seiten, 5400 Wörter, kommen wir nun zu Religion
und Philosophie.
Die Religion in Matrix, oh holy.
Es sind viele Hinweise auf
religiöse Hintergründe in diesen Film versteckt. Vor allem in den Namen der
Charaktere.
Morpheus (griech. f. morphe, „Die
Gestalt, als Sinnbild eines in der Masse unsichtbaren Individuums.) ist in der
griechischem Mythologie der Sohn des Hypnos (Gott des Schlafes) und somit der
Gott der Träume. Dies soll versinnbildlichen, dass Morpheus über die Matrix
herrscht und über die Träumenden wacht und sie errettet. Die roten und blauen
Kapseln unterstützen dies, wobei die rote Kapsel für das sichere Aufwachen und
die Rückkehr in die Realität steht. So, wie es mit Neo geschieht. Außerdem kann
man in ihm etwas von Johannes dem Täufer entdecken, da er ohne Unterlass an die
Macht und die Rückkehr des Erlösers glaubt.
Agent Smith steht für das
Hindernis der Entdeckung der eigenen Fähigkeiten. Er versinnbildlicht alle, die
die blaue Kapsel genommen haben. Er stellt das genaue Gegenstück zu Neo dar und
kann als Satan oder der Beginn der Apokalypse gesehen werden.
Thomas Anderson/Neo: Thomas steht
im Hebräischen für „Zwilling“, Ander(Son) steht für den Sohn. Somit ist Neo das
Ebenbild Gottes und sein Sohn, der Retter. Er ist die Wiedergeburt des ersten
Auserwählten, welcher eine göttliche Stellung in der Matrix innehatte. Und
dreht man die Buchstaben im Namen NEO um, entsteht das Wort ONE, was Eins
bedeutet. Er ist der Eine, der Auserwählte und der Retter.
Cypher ist eine Verkürzung des
Namens Luzifer, der hier also einen teuflischen Part einnimmt und die Menschen
um sich herum ins Verderben stürzt. Er ist auch mit Judas gleichzusetzen, da in
der Religion Cypher und Judas als Verräter galten, die ihre Mitmenschen ins
Unglück trieben.
Trinity steht für die sogenannte
„Dreieinigkeit“ oder „Dreifaltigkeit“ und komplettiert die Beziehung zwischen
Neo und Morpheus. Sie wird im christlichen Glauben als Wesenheit Gottes in drei
Personen beschrieben. In Vater, Sohn und heiliger Geist, wobei Neo den Sohn
darstellt, Morpheus den Vater und Trinity den heiligen Geist. Außerdem wird die Zahl Drei in der Philosophie
als die perfekte Zahl bezeichnet, das sie die erste Zahl war, auf die „ALLES“
zutrifft.
Zion: Zion ist die Stadt der
Rebellen und für sie quasi das Paradies, ein Ort der Sicherheit. In der Bibel
wird die Stadt Zion als von Gott auserwählte Stadt bezeichnet, die vor der
Apokalypse bewahrt werden soll und die Zionisten stellen die Juden dar, das
auserwählte Volk. Sie gilt in der Bibel auch als Synonym für den Wohnsitz
Gottes.
Nebuchadnezzar bezieht sich auf
den Babylonischen König im alten Testament. Übersetzt bedeutet sein Name „Gott
Nabû, beschütze meinen erstgeborenen Sohn“. Es steht für Sicherheit und den
Neubeginn der Menschheit.
Gut…das war alles Religiöse, das
ich daraus ziehen konnte. Nun zur
Philosophie in Matrix
Man kann den Film quasi als eine
Form des Höhlengleichnisses sehen. Der Mensch sitzt in seiner Höhle und kann
erst durch die gewonnene Selbsterkenntnis und durch das Erkennen der Wahrheit
den Ausgang der Höhle und das Licht entdecken.
Weiterhin vertreten ist meiner
Meinung nach die Anti-Medientheorie Baudrillards. In dieser wird beschrieben,
dass die Bilder und Eindrücke, die wir aus den Medien, vor allem aus dem
Fernsehen, erhalten, die Realität nach und nach ersetzen. Ein Hinweis darauf
findet sich sogar am Anfang des Filmes. Das ausgehöhlte Buch, welches Neo aus
dem Schrank zieht, ist eines von Baudrillards Büchern, nämlich „Simulacres et
Simulation“. Laut ihm leben wir sogar schon in einer Simulationsgesellschaft.
Eine dritte Theorie, die ich in
Matrix einordnen würde, wäre Descartes‘ Erkenntnistheorie. Diese beschreibt,
dass nur der Mensch frei ist, der sich der Wahrheit über sich selbst und der
Welt stellt und dass der menschliche Geist, so stark er auch ist, nicht vor
Illusion und Traum sicher ist.

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