Montag, 2. Mai 2016

Gefühlstagebuch - Gedankensturm

Heute ist wieder ein seltsamer Tag. Kennt ihr das, wenn ihr plötzlich jede Zeile eines Song nachvollziehen könnt? Wie sich euch auf einmal ein Sinn hinter dem Lied eröffnet, den ihr bis dato nicht gekannt habt? An den ihr nicht mal ansatzweise gedacht habt? So ging es mir heute.

Ich weiß nicht, wann ich meine Maske heute aufgesetzt und wann abgenommen habe. Es wird immer schwerer, mich auf etwas zu konzentrieren. Dabei ging es mir die letzten Tage wirklich besser. Ich habe viel Zeit mit meinem besten Freund verbracht, wir planen sogar einen gemeinsamen Blog und endlich den lange geplanten Youtubekanal. Und es kümmern sich wirklich viele Leute um mich, wenn ich tiefer zu sinken drohe aber...irgendwas stimmt nicht. Ich kann mich nicht fallen lassen und diese Hilfen annehmen. Ich kann nicht einfach glücklich sein...es fühlt sich an, als würde ein Schalter fehlen, der umgelegt wird, um dieses Glück freizusetzen. Ich kann es sehen, berühren und genießen, aber sobald ich begreife, dass ich es nicht HABEN kann, ist es weg. Ich habe Angst, dass dieses Glück nur eine Illusion ist. Dass ich nicht wirklich glücklich bin und es jedes Mal schlimmer wird. Oder ich grabe einfach zu tief in meinem Geist, in Ecken, die es nicht gibt. Ich weiß gar nichts mehr.

Momentan denke ich zu viel. Viel zu viel. Aber ich habe keine Kontrolle darüber. Ein Gedanke führt zu hundert anderen, die jeweils wieder hundert andere aktivieren und so weiter und Scheiße Pisse Hurensohn. Ich will einfach mal wieder abschalten. Das ging am Wochenende sehr gut, aber nur mit Hilfsmitteln. Ich will es wieder aus eigener Kraft schaffen. Ich will nicht diese letzte Bastion aufgeben, die mir immer und immer wieder geholfen hat: Meine Hoffnung, mein Optimismus. Bis jetzt war er immer unerschütterlich und ich wusste immer, dass bessere Zeiten kommen. Ja, daran glaube ich auch jetzt. Es wird besser werden, aber dahinter schlängelt sich ein Schatten auf. Ein Schatten namens "Doch wann?".

Ja, wann...eine törichte Frage nach so kurzer Zeit in diesem Loch. Ich sehe noch nicht einmal den Boden des Fasses und frage schon nach dem Ausgang. Ich verzweifle ein wenig an mir selbst und an meinen Gedanken. Aber ich muss jetzt die Kurve bekommen. Der letzte Zug Richtung Fortschritt steht am Gleis und ich muss mich jetzt entscheiden, ob ich einsteige oder ob ich noch bleibe und mich selbst ein wenig foltern will. Man sollte auch mal Masochismus ausprobieren, hm? Der Zug steht nicht mehr lange, also wird es allerhöchste Zeit.



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Hey, liebe Leser.
Ich habe bald Ferien. Ich werde diese Zeit nutzen, viel Silent Hill vorzubereiten. Ich werde auch etwas aufnehmen und ich habe vielleicht noch ein anderes Projekt geplant. Ich hoffe, dass mir ein wenig Arbeit helfen wird, den Kopf etwas freier zu bekommen. Wer weiß, vielleicht schreibe ich auch mein Buch weiter.

Ihr könnt euch also auf die neuen Einträge freuen. Dieses Tagebuch führe allerdings trotzdem weiter.

Bis dann,

Maexwell

1 Kommentar:

  1. Es ist jedenfalls gut, dass du ehrlich zu dir bist und weißt, was in dir vorgeht. Ich freue mich auf euren gemeinsamen Blog für mehr Stoff zum Lesen. Was ist das Buch, an dem du schreibst? Darf man es erfahren oder ist es noch ein geheimer Plan?

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